Allgemeines Finanzwissen

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Automatisierung und Regelwerke: Der Schlüssel zum disziplinierten Vermögensaufbau

Ein extrem wichtiger Punkt beim erfolgreichen Investieren ist die Automatisierung und Standardisierung von möglichst vielen Prozessschritten. Dazu gehört vor allem das Handeln nach einem festen Regelwerk. Wer sich fragt, warum das so wichtig ist: Es geht darum, einen konstanten Aufbau von Vermögen zu gewährleisten und eben nicht aus emotionalem Bauchgefühl heraus zu agieren.

"Automatisierung schützt das Depot vor dem größten Feind des Investors: den eigenen Emotionen."

Schritt 1: Die Sparrate festlegen und automatisieren

Der erste Schritt besteht darin, die persönliche Sparrate festzulegen und diese beispielsweise über einen automatischen Dauerauftrag direkt auf das Depot zu übertragen. Um die optimale Sparrate zu definieren, kann vorab wunderbar ein Geldfluss-Diagramm erstellt werden.

Geldfluss-Diagramm zur Bestimmung der monatlichen Sparrate

Abbildung 1: Das Geldfluss-Diagramm hilft dabei, Einnahmen, Fixkosten und die frei verfügbare Sparrate klar zu strukturieren.

Automatisierung in der Praxis: Basis, Immobilien und Optionen

Beim Ausbau der Basis lässt sich der Prozess perfekt automatisieren: Das Investieren in globale ETFs und Gold kann unkompliziert über Sparpläne eingerichtet werden. Sobald das einmal eingestellt ist, hat man keine weitere Arbeit mehr damit und alles läuft vollautomatisch im Hintergrund.

Bei Immobilien ist das standardisierte Investieren naturgemäß nicht ganz so einfach. Hier sind feste Regeln von enormer Bedeutung – wie beispielsweise eine Mindest-Eigenkapitalrendite von 20 %, der Kauf in einer bestimmten Lage oder ab einem bestimmten Baujahr. Noch wichtiger sind solche klaren Leitlinien bei komplexeren Strategien wie Optionen, da der langfristige Erfolg hier extrem stark von der disziplinierten Einhaltung des Regelwerks abhängt.

Kühlen Kopf bewahren in heißen Marktphasen

Ein festes Regelwerk hilft nachweislich dabei, auch in extremen Marktphasen einen kühlen Kopf zu bewahren. Das verhindert typische Anfängerfehler: Wenn die Märkte stark steigen, verfällt man nicht in Gier und hebelt das Depot blind über; wenn die Märkte einbrechen, steigt man nicht aus purer Angst aus.

Natürlich können solche Regeln mit gesammelter Erfahrung im Laufe der Zeit angepasst und optimiert werden. Größere Änderungen bergen jedoch die Gefahr, dass man zu oft agiert und dadurch in die falsche Richtung läuft. Vor allem die Regeln für die Basis-Investments sollten nicht zu oft und nicht zu stark verändert werden. Am Ende ist es fast egal, ob Weltportfolio X oder Y bespart wird – Hauptsache, man zieht es konsequent durch.

Warum minimale Gebühren eine untergeordnete Rolle spielen

Auch bei den Kosten gilt es, das Wesentliche im Blick zu behalten: Ob ein ETF 0,10 % oder 0,15 % an Gebühren kostet, spielt eine völlig untergeordnete Rolle. Bei einem Welt-ETF im Wert von 100.000 € macht das gerade einmal 50 € im Jahr aus – ein Betrag, der bei einer zu erwartenden jährlichen Rendite von 7.000 bis 8.000 € kaum ins Gewicht fällt.

Fazit

Diszipliniert nach einem festen Regelwerk und möglichst automatisiert zu handeln, nimmt den Stress aus dem Vermögensaufbau. Meine genaue Handels- und Investmentstrategie ist im Bereich Portfolio unter den jeweiligen Assetklassen detailliert dargestellt.