Keine großen Überraschungen gab es im Monat August bei meinen Anlageklassen. Nennenswert ist jedoch, dass Bitcoin innerhalb weniger Tage einen Sprung von über 15 % hingelegt hat.
Meine ETF-Sparpläne auf die beiden Vanguard FTSE All-World ETFs wurden wie geplant ausgeführt. Weitere Käufe oder Verkäufe gab es nicht. Gegenüber dem Vormonat habe ich eine Rendite (ohne Dividenden) von 0,22 % erzielt.
Für mich scheint an der Börse aktuell eine verhaltene Stimmung zu herrschen. Aus meiner Sicht gibt es zwei Extreme: Einerseits ist die Berichtssaison meiner Ansicht nach sehr gut gelaufen, andererseits steht dem der Iran-Konflikt inklusive des steigenden Ölpreises gegenüber. Das kann natürlich auch an den Sommermonaten liegen, die historisch gesehen oft etwas schwächer ausfallen.
Abbildung 1: Performance-Entwicklung des S&P 500 im Monatsdurchschnitt
An meiner Strategie ändert sich nichts: Die ETF-Sparpläne laufen weiter und es wird kein frisches Geld in Einzelaktien gesteckt.
Meine Optionsstrategie freut sich auch in nicht stark volatilen Monaten über den Zeitwertverfall. Gegenüber dem Vormonat ist der NAV um 5,38 % gestiegen, der Cashflow lag bei 1,5 %. Im August habe ich insgesamt 8 Trades umgesetzt.
Der hohe monatliche NAV-Anstieg ist primär dem IBIT ETF geschuldet. Da dieser direkt an den Bitcoin-Kurs gekoppelt ist, gab es hier einen schönen prozentualen Anstieg. Da ich in meinem Optionsdepot eigentlich keine Aktien oder ETFs halten möchte, wurde mir der IBIT nach einem Cash-Secured Put (CSP) eingebucht. Seitdem schreibe ich Covered Calls auf den IBIT, bis er mir wieder ausgebucht wird.
Es wird immer wieder behauptet, Immobilien seien ein passives Investment. Das stimmt allerdings nur, wenn man sie nicht selbst verwaltet. Im August habe ich einen neuen Mieter für eine Wohnung gesucht und erfolgreich gefunden. Außerdem standen einige Wartungen und Reparaturen an. Wie gewohnt steigert die Tilgung mein Immobilienvermögen.
Bei den P2P-Plattformen gibt es nichts Neues. Mein Aufbau von Monefit Smartsaver ist abgeschlossen. Als nächste Plattform geht nun Swaper in den Aufbau. Wie üblich gilt: Sobald eine Plattform den Aufbau abgeschlossen hat, werden die Zinsen abgezogen, sobald sie mehr als 100 € erreichen.
Bei Robocash bin ich aktuell im Abbau, weshalb dort in diesem Monat Geld abgezogen wurde. Der Grund: Bei Plattformen, bei denen das Geld nicht kurzfristig abgezogen werden kann, verlange ich eine Zielrendite von mindestens 10 %. Robocash hat dieses Kriterium zuletzt nicht erfüllt; das gleiche Schicksal hat bereits PeerBerry getroffen, wo ich den Abbau schon abgeschlossen habe.
Aktuell finde ich die Festgeld-Angebote nicht attraktiv, weshalb ich in diesem Bereich keine offenen Investitionen habe. Einen kleinen Erfolg konnte ich jedoch beim Cash / Notgroschen verbuchen: In diesem Monat habe ich mein finanzielles Ziel wieder erreicht. Nach einer Immobilien-Investition Ende 2025 und der anschließenden Renovierung musste ich meine Reserven erst schrittweise wieder aufbauen.
In den letzten Monaten habe ich zwei weitere Käufe in Bitcoin getätigt. Diese Käufe dienen der langfristigen Investition und haben nichts mit dem Bitcoin-ETF aus dem Optionsdepot zu tun. Diese regelmäßigen Bitcoin-Käufe werde ich weiterhin durchführen, bis der Bitcoin-Kurs wieder ein Allzeithoch erreicht hat.
Allgemein war der August eher ein ruhiger Monat mit durchschnittlichem Wachstum und moderater Volatilität. Da ich sehr viele Investitionen automatisiert habe oder nach einem festen Regelwerk durchführe, gab es keinen Bedarf, außerordentlich einzugreifen.
Meine aktivsten Positionen waren in diesem Monat Optionen, P2P und die Immobilien. Für den September erwarte ich keine großen Überraschungen. Der September ist für mein Depot zwar ein guter Dividendenmonat, ausgabenseitig steht allerdings einiges an – dazu gibt es mehr im nächsten Monatsrückblick!